Jobsuche per Blog

Bewerbung per Blog: So geht die Jobsuche im 21. Jahrhundert

Einen Blog kennen Sie vorrangig von Unternehmen, die darin über neuste Entwicklungen berichten. Daneben gibt es natürlich auch private Blogger, die über spezielle Themen wie ihre Hobbys, Essen oder Skurriles berichten. Wie kann Ihnen ein Blog nun aber bei der Jobsuche behilflich sein? Wir haben den Trend‚ Jobsuche per Blog‘ genauer angesehen.

Die passive Jobsuche über einen eigenen Weblog

Vorweg: In einigen Branchen kommen Sie bis heute nicht um die klassische Bewerbung mit Anschreiben, Lichtbild und Lebenslauf herum. Dazu gehören vor allem Versicherungen, Banken und auch medizinische Berufe. Wenn Sie dort einem alteingesessenen Bewerber per Mail einen Link zu Ihrem Bewerbungsblog schicken, werden Sie bestenfalls von dieser Firma nie wieder etwas hören. Andere Branchen dagegen zeigen sich deutlich offener und genau hier, können Sie mit einem eigenen Weblog offene Türen einrennen.

Welche Vorteile hat ein Bewerbungsblog?

Es gibt zwei wesentliche Vorteile eines Bewerbungsblogs. Einerseits haben Sie damit die Möglichkeit, sich authentischer und umfangreicher darzustellen als auf einem Stück Papier. Der Personaler bekommt einen ganzheitlichen Blick nicht nur auf Ihre Fähigkeiten, sondern auch auf Ihre Person.

Der zweite Vorteil besteht darin, dass Ihr Blog auch zufällig von einem Headhunter entdeckt werden kann. Wenn Sie Ihre Inhalte gut aufbereiten, erscheint Ihr Blog in den Suchmaschinen und wird darüber von Personalern und Headhuntern gefunden.

Der Bewerbungs-Weblog als digitales Kompetenzprofil

Der Bewerbungsblog hat eine zentrale Aufgabe: Ihre Stärken, Ihre Kompetenzen, Ihre fachliche Eignung und auch Ihre brennende Leidenschaft für Ihr Fachgebiet überzeugend darzustellen. Denken Sie immer daran, dass er hauptsächlich von Personalern gelesen wird.

Wie sollte ein Bewerbungsblog aufgebaut sein?

Ihr Blog sollte drei wesentliche Elemente haben, um den gewünschten Erfolg zu bringen.

  1. Kompetenzen

Der Leser sollte aus Ihrem Blog schnell herausfinden können, warum Sie für eine vakante Stelle geeignet sind, welche Ausbildungen und Erfahrungen Sie haben. Hier sollten Sie immer  den schmalen Grat finden zwischen dem, was öffentlich gemacht werden kann und dem, was privat bleiben sollte. Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihren Leistungen in Ihrem Blog ins beste Licht rücken.

 

  1. Beiträge

Ein Blog muss Leben bekommen. Dazu könnten Sie ein paar Beiträge einstellen, die Sie selbst verfassen und die mit Ihrem Jobprofil zusammenpassen. Zeigen Sie, dass Sie über die neusten Entwicklungen in Ihrer Branche informiert sind.

 

  1. Kontaktmöglichkeiten

Schaffen Sie auf Ihrem Blog schnelle Kontaktmöglichkeiten, zum Beispiel in Form von Mails oder einer Telefonnummer.

Wie kann ich einen eigenen Bewerbungsblog einrichten?

Heute ist es kein Problem mehr, auch ohne jede Programmierkenntnisse einen eigenen Weblog einzurichten. Nutzen Sie dafür einen der Baukästen von WordPress & Co. Es gibt sogar meistens schon branchenspezifische Templates, die Sie dafür verwenden können.

Bewerbungsblog einrichten: Was wichtig ist

Ein eigener Bewerbungsblog lohnt sich nur dann, wenn Sie sich darin auf ein Kernthema bzw. eine Kernkompetenz fokussieren können. Gestalten Sie den Blog nicht als einen bunten Mix aus Argumenten, was Sie alles können. Der Blog muss klarmachen, dass Sie Spezialist auf einem Fachgebiet sind.

Ein Bewerbungsblog ist nie fertig. Er sollte immer wieder mit Leben und neuen Beiträgen gefüttert werden. Mit jedem Wort kommen Sie Ihrem Traumjob dann ein Stück näher.